Der Sprung aus dem Schatten

 

 

Es ist gut erforscht, dass die  Spitzen der Gesellschaft in Wirtschaft und Politik im Schnitt höhere Narzissmuswerte haben als die Gesamtbevölkerung. Wenn sie in einen Raum kommen, schauen alle hin, wenn sie reden, hört man ihnen zu, wenn sie etwas machen, ist das schon von vornherein toller als das, was andere leisten.

Die übrigen Sterblichen leiden oft unter der Ambivalenz, dass man sich, um beruflich nicht übergangen zu werden „darstellen“ soll, einem das aber gar nicht natürlich von der Hand geht. Nicht jeder ist zum Selbstdarsteller geboren, aber in der modernen Arbeitswelt wird diese Art Talent von jedem verlangt, will man nicht übergangen werden.

So finden wir Selbstdarsteller zwar nicht gut, aber gleichzeitig ist man etwas neidisch, auf die, die man verachtet.
Was hindert einen denn daran, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen? Erst mal muss man bei sich – auch selbstkritisch - analysieren, was einen hemmt: Fand man schon als Kind „Angeber“ doof? Hat man sie vielleicht gar ausgegrenzt, und fürchtet jetzt unbewusst die soziale Ausgrenzung, die man selbst dafür verhängt hat? Wurde man zur Bescheidenheit erzogen und hat es als moralischen Wert so sehr verinnerlicht, dass man sich windet vor Unbehagen, bei dem Gedanken sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen?

Was es auch immer bei Ihnen ist, fühlen Sie in sich und schauen Sie es sich an. Erst wenn man den eigenen Knoten lockert, kann man etwas ändern. Und er wird gelockert, wenn Sie denken: „Eigentlich weiß ich ja, dass Menschen, die sich selbst wichtig nehmen, nicht automatisch schlechter sind. Es ist nur bei mir so, dass ich als Kind wenig beachtet wurde und mich deswegen selbst nicht genug achte. Aber das muss ja nicht immer so bleiben. Das ändere ich jetzt!“

Dann kann man von den erfolgreichen Selbstdarstellern lernen. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten, sich selbst gut rüberzubringen, aber mit diesen drei einfachen und sicheren Strategien, springen Sie schon aus Ihrem beruflichen Schatten.

Kommunizieren Sie Ihre Erfolge und Ihre Arbeitsfortschritte. Geben Sie dem Chef immer Rückmeldung, wo ein Projekt steht, geben Sie positives Feedback weiter. Sagen Sie kurz Bescheid, das kann auch per e-mail sein. Zum Beispiel: „Folgende e-mail erreichte mich heute von dem Kunden X. Toll, dass unser neuer Service so gut ankommt!“ Smiley dahinter, lobende Kunden-e-mail in den Anhang, fertig. Sagen Sie immer „die Firma“ oder „wir haben das gut hingekriegt“. Wir wollen zwar von Narzissten lernen, aber nicht als solche gelten ;-)

Das geht auch als Verkäufer im Supermarkt, dass man dem Chef kurz vor Feierabend rückmeldet: „Die Ware x ist fertig eingeräumt, toll dass wir das heute noch geschafft haben!“

Bringen Sie sich und Ihre Ideen ein. Sagen Sie: „Vielleicht könnte man die Blumen an die Kassen stellen anstatt am Eingang. Der Boden wird immer feucht, wenn die Leute die Blumen aus den Eimern mit Wasser ziehen. Und die Rutschgefahr erhöht sich, weil die Feuchtigkeit weitergetragen wird!“
Oder sagen Sie in Ihrer Firma: „Vielleicht sollten wir unseren Service, der bei der Firma x so gut angekommen ist, gezielt bei seinen Konkurrenten bewerben.“
Wenn der Chef nicht zustimmt, macht das überhaupt nichts! Beharren Sie nicht darauf, und seien Sie nicht deswegen beleidigt. Es geht ja nicht darum, dass Sie seinen Job machen, sondern dass er merkt, dass Sie mitdenken. Mit etwas zeitlichem Abstand haben Sie eine neue Idee und eine neue Chance.

Und das Einfachste und Wirksamste zuletzt: Ziehen Sie sich nicht so an, wie es Ihrem Job entspricht, sondern immer so, als hätten sie bereits den Job, den sie anstreben. Googeln Sie mal die beruflichen Positionen im Internet und analysieren Sie die gemeinsamen  und unterschiedlichen Merkmale. Bürokauffrauen tragen zum Beispiel bei den Google-Bildern überwiegend Shirt oder Bluse, Managerinnen Jackets; Bürokaufmänner sieht man oft im Hemd, Manager im Anzug. Google Bilder zeigen, welche Erscheinung die Gesellschaft bei der Position erwartet.
Tatsächlich wird man nach gleicher Herkunft, nach gleichem Stallgeruch mit der Chefetage befördert. Das ist schwieriger durch eine Analyse zu erzeugen, aber das Bild zu zeigen, das die Gesellschaft und damit auch die Vorgesetzten mit der Position verbinden, ist leicht.

Viele Arbeitnehmer/innen denken noch, dass es doch auf die Leistung, Qualifikation und Eignung in erster Linie ankommen müsste. Aber ist es nicht so, dass man auch selbst unbewusst Zweifel hat, wenn jemand ein anderes Bild abgibt als man in dem Job erwartet? Natürlich muss man die Arbeit können, aber wer am Schluss befördert wird, liegt daran, wer seine Passung zu der Position am besten kommuniziert. Das Auftreten und die Erscheinung sind die Visualisierung Ihrer Eignung. Wie eine Dauer-Werbe-Sendung Ihrer Kompetenz.

Nehmen Sie Ihr Auftreten, Ihre Arbeit und Ideen wichtig genug, um Ihren Verstand zu benutzen und sinnvolle Strategien umzusetzen. Die Arbeitsleistung erbringen Sie für die Firma, aber Ihren Erfolg zu kommunizieren, tun Sie für sich. Lassen Sie es daran nicht fehlen! 

 

 

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Christine Quindeau

Fürther Straße 63

91058 Erlangen

 

 

Christine Quindeau
Psychologin

Psychotherapeutin (HPG)

 

Entwicklungspsychologie Pädagogin, Kinder- und Jugendpsychologie

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© Christine Quindeau