Paarzeit

 

 

Liebe ist psychologisch nicht definiert. Es gibt also auch keine Untersuchungen dazu. Psychologisch geht die Liebe im Konzept der Partnerschaftszufriedenheit auf. Will man wissen, was man tun kann, um die Liebe (neu) zu entfachen, gibt einem die Wissenschaft zunächst mal keine Antwort. Dabei ist das Glück in der Partnerschaft in Rankings, was sich die Menschen am meisten wünschen, regelmäßig ganz oben. Weit vor Geld und Erfolg. 

Partnerschaftszufriedenheit wird von zwei Faktoren hauptsächlich bestimmt: nämlich wie gehen die Paare mit Stress um und wie gehen sie miteinander um. Das Interaktionsverhalten gibt dazu noch den stärksten Hinweis darauf, ob die Partnerschaft Bestand hat oder ob sie zu einer Trennung führt. Nun ist jedem klar, dass es besser ist den Partner nicht anzusticheln, Vorwürfe zu machen, vergangene Fehler vorzuhalten, sondern ihm offen und wertschätzend zu begegnen. Aber kaum jemand macht sich klar, dass davon der Bestand der Beziehung abhängt. Da die meisten Paare es machen, ist man etwas zu tolerant im negativen Umgang miteinander. 

Schwierigkeiten macht es auch, einen positiveren Umgang miteinander nicht mit Konfliktvermeidung gleichzusetzen. Tatsächlich erhöhen gemeinsam bewältigte Konflikte die Partnerschaftsstabilität und –zufriedenheit. Konflikt als Chance.


In der Interaktion liegt noch ein weiterer interessanter Punkt und zwar, dass variable Interaktionsmuster eher zur Bedürfnisbefriedigung führen. „Alte Muster aufbrechen“ kennt man als Schlagwort und verbindet damit vielleicht peinliche und gewollte Aktionen aus Filmen, wie die Ehefrau, die dem Mann nur in Frischhaltefolie eingewickelt die Tür öffnet (Kathy Bates in „Grüne Tomaten“). Aber variable Interaktionsmuster meinen, dass man nicht immer die gleichen Verhaltensweisen zeigt. Der eine Partner will weggehen, der andere vorm Fernseher bleiben. Was zu den immer gleichen gegenseitigen Abwertungen, Vorwürfen und Verstimmungen führt. Es langweilt, frustriert, irgendwann hat man keine Lust mehr. 

Einfach mal anders reagieren, den Fernseher auslassen und reden. Oder etwas spielen. Spazieren gehen. Anstatt Vorwürfe machen, sagen: Ich verstehe, dass du mal raus musst, aber ich hab den ganzen Tag Leute und Anforderungen um mich und wenn ich heute Abend noch jemand anderen als dich sehe, drehe ich durch. Sich einfach mal anders verhalten.

 

Die meisten Menschen sagen erstaunlicherweise, sie wüssten nicht, ob sie ihren Partner (noch) lieben. Und ebenso sagen die Allermeisten, es glömme schon noch ein Funken unter der Asche. Manchmal käme, räumen sie beinahe verschämt ein, ein leises Gefühl, fast wie Schmetterlinge im Bauch, auf. Wenn man fragt, wann das war, werden oft einfache alltägliche Situationen berichtet. Man saß abends am Küchentisch, als die Kinder schliefen und der Mann konnte von einem großen Lebenstraum erzählen, ohne abgewertet zu werden. Man hatte ein richtiges Date zum Essengehen ausgemacht, bei dem beide nett und offen waren. Der Partner, der sonst immer Aktivitäten abblockt, fragte, ob man zusammen sonntagnachmittags spazieren gehen möchte. 

Unspektakulärer geht’s nicht mehr. Und trotzdem glimmt schon da die Glut unter der Asche. Pusten Sie mal. Machen Sie mal etwas anders als sonst. 

 

 

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Christine Quindeau

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Christine Quindeau
Psychologin

Psychotherapeutin (HPG)

 

Entwicklungspsychologie Pädagogin, Kinder- und Jugendpsychologie

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© Christine Quindeau